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Freunderfinder

Klasse 6, 2008


Das Stück von Paul Maar macht die Verknüpfung von Fantasie und Wirklichkeit - ein Grundmotiv vieler Theaterstücke - zum Thema.
Stefan ist mit seinem Vater und dessen Freundin zusammen in ein neues Wohnviertel umgezogen. Er hat keine Freunde und fühlt sich sehr einsam. Um dieser Isolierung zu entgehen wünscht er sich einen Freund, der immer für ihn da ist. So erfindet Stefan eine Fantasiefigur, die auf seinen Wunsch hin auf der Bühne erscheinen kann und seine Fantasien und Wünsche als idealer Spielpartner erfüllt.
Zum Wendepunkt des Stücks wird der Augenblick, in dem Stefan Katja trifft, seine schützende Fantasiewelt freiwillig aufgibt und sich der ungeschützten Wirklichkeit stellt.
Die Erkenntnis, die hier in schönen, nachvollziehbaren und humorvollen Szenen vermittelt wird, ist so poetisch wie wichtig in unserer Zeit.
Denn "Freunderfinder" erzählt davon, wie mit Fantasie in einer kritischen Lebenssituation Schwierigkeiten leichter bewältigt werden können, zeigt aber zugleich auf, dass diese Fantasie nicht das wirkliche Leben bestimmen darf.