Wir über uns


Die in Berlin-Charlottenburg, nahe dem Olympiastadion gelegene Schele-Schule ist eine staatlich anerkannte Grundschule in freier Trägerschaft. Seit ihrer Gründung – die Schule beging im Juni 2000 ihr hundertjähriges Jubiläum – ist es ihr grundsätzliches Anliegen, als Ganztagsschule den einzelnen Schüler mit seinem Anspruch auf Bildung und Erziehung in den Mittelpunkt ihres Wirkens zu stellen. Die Schule versteht sich als ein Haus des Lebens und des Lernens, in dem jeder Schüler ohne Ansehen der Konfession oder der Nationalität in seiner Einzigartigkeit angenommen wird. Die Persönlichkeit eines jeden Schülers trägt damit zum unverwechselbaren Gesamtbild dieser Schule mit ihren rund 200 Schülern bei.

Ausgerichtet auf ihre Gesamtkonzeption führt die Schele-Schule vor der Schuleingangsphase einen Kindergarten. Die Aufgabe dieser Einrichtung ist es, die Persönlichkeit der drei- und vierjährigen Kinder mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen zu fördern und zu fordern und sie damit auf das Leben und Lernen in der Schule vorzubereiten.

Der Segelclub ist als dritter Standort in das pädagogische Konzept der Schele-Schule eingefügt. Hierhin ziehen sich die Schüler zu Projektarbeiten zurück; es besteht die Möglichkeit, Wassersport zu betreiben und andere Freizeitaktivitäten auszuüben, die dem Ausgleich und der Erholung dienen. Auch die Ferienbetreuung findet hier statt. Nicht zuletzt treffen sich an diesem naturnahen Ort Schüler, Eltern, Lehrer und Ehemalige, um Schulgemeinschaft zu erleben.

Elternmitarbeit

Für die Charakterbildung eines Kindes, die auf Eigenschaften wie Lebensmut, Lebensfreude, Selbstvertrauen sowie die Bereitschaft, sich anderen vertrauensvoll zuzuwenden, abzielt, stellt das Elternhaus als stärkender und sichernder Verbund eine unerlässliche Voraussetzung dar. Auf dieser Grundlage, aus den hier gewonnenen Erfahrungen heraus erschließt sich das Kind voller Zuversicht, offen und lernwillig neue Lebensbereiche.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ihrer Kinder hat deshalb für die Schele-Schule eine besondere Bedeutung. Lehrer, Erzieher und Eltern sind über einen längeren Zeitraum Partner bei der Erziehung der Kinder. Dabei ergänzen sie sich in der Verantwortung und Beziehung gegenüber den Kindern in fruchtbarer Weise:

Die Erzieher und Lehrer stellen auf der einen Seite für die Eltern während dieser wichtigen Lebensphase ihrer Kinder eine verlässliche und vertraute Begleitung sowie eine kompetente Beratung dar. Durch sie werden die Eltern mit dem pädagogischen Konzept und dem strukturellen Rahmen der Einrichtung bekannt gemacht und über den Entwicklungsstand ihrer Kinder in Kenntnis gesetzt.

Die Eltern wiederum geben aus ihrer Sicht den Lehrkräften Informationen zum Umfeld und zur Persönlichkeitsentwicklung ihrer Kinder. Diese Informationen ermöglichen den Erziehern und Lehrern in Verknüpfung mit den eigenen Beobachtungen ein fundiertes und passgenaues Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder im Sinne unserer pädagogischen Zielsetzung.

Dem breiteren Informationsaustausch dienen die zwei- bis viermal pro Schuljahr stattfindenden Elternversammlungen der Klassen und Lerngruppen. In der Grundschule nehmen die in den Klassenelternversammlungen gewählten Elternvertreter an den Gesamtelternversammlungen (Elternbeirat) teil. Auf diesen Versammlungen werden klassenübergreifende Anliegen der Elternschaft und der Schule thematisiert; hierbei wird die Schulgemeinschaft und unsere Schule unter engagierter Mitwirkung der Elternschaft für die Kinder gestaltet und weiterentwickelt.

100 Jahre Schulgeschichte

scheleschulefrueher

Die Schele-Schule wurde im Jahr 1900 von dem Privatlehrer August Sodemann zunächst als Familienschule gegründet und später als „Sodemann’sche höhere Schule für Knaben und Mädchen“ fortgeführt. Bis zum 2. Weltkrieg hatte die Schule ihren Sitz in der Lietzenburger Straße in Berlin-Wilmersdorf.
Bereits während dieser Zeit wurden die Schülerinnen und Schüler ganztägig unterrichtet und betreut. Eine solche Schulform war damals neu und einzigartig in Berlin und wurde „Tagesheimschule“ genannt, eine Vorläuferin der heutigen Ganztagsschule.
Mitte der dreißiger Jahre wurde die Schule von dem damaligen Schuldirektor, Herrn Troost von Schele, übernommen, der ihr auch den heutigen Namen gab. Die Nationalsozialisten schlossen die Schule Ende der dreißiger Jahre. Das alte Schulhaus in der Lietzenburger Straße wurde durch Kriegseinwirkung vollständig zerstört.
In den fünfziger Jahren bezog die Schele-Schule ihren heutigen Standort, die Althoffsche Villa in der Olympischen Straße in Neu-Westend, die von dem Architekten Peter Jürgensen für den Fabrikanten Althoff entworfen und 1919 erbaut wurde.
Zunächst wurde die Schule als Gymnasium fortgeführt, 1970 kam es schließlich zu einer strukturellen Neuorganisation und zur Einrichtung der einzügigen Grundschule mit den Klassenstufen 1 bis 6. Hierbei wurde konsequent die bewährte Idee der Tagesheimschule fortgeführt und zur „gebundenen“ Ganztagsschule weiterentwickelt. Seit 1985 ist die Schele-Schule als gebundene Ganztagsgrundschule konzipiert, die sich durch ihre gewachsene Struktur sowie durch ihre langjährige pädagogische Erfahrung und Tradition den Anforderungen einer sich wandelnden Zeit und Gesellschaft zu stellen weiß.